leishmaniose-forum

Wir stellen uns vor


Andrea (tizian 2003)

Bild "AndreaFotoHP_kl.jpg"Tizian, der für meinen Usernamen im Forum Pate stand, kam im Oktober 2003 zu mir und meiner Hündin Lisa (aus Mallorca) und unseren Katzen. Noch in unserer Kennenlernphase erfuhr ich die Ergebnisse des Testes aus Spanien, der dort noch veranlasst worden war: ehrlichiose- und leishmaniosepositiv. Nach einer schlaflosen Nacht und hektischen Suche im Internet zu dieser Diagnose stand für mich fest: Davon wollte ich die Aufnahme des Hündchens nicht abhängig machen.

Ich übernahm ihn noch mitten in der Doxycyclin-Behandlung gegen die Ehrlichiose, eine Packung Allopurinol (falls mal Leish-Symptome auftreten sollten) bekam ich auch in die Hand gedrückt. Seine Krankheiten nahmen binnen Kurzem einen schweren Verlauf, und sein Leben stand schon bald auf Messers Schneide. Ich musste feststellen, dass das Wissen der Tierärzte nicht ausreichte, um eine Wende einzuleiten. Auf der Suche nach Hilfe und Rettung fand ich so das Forum.

Das war damals noch eine Yahoo-Group mit überschaubarer Teilnehmerzahl. Hier bekam ich den richtigen Weg aufgezeigt: Welche Untersuchungen sind wichtig, wie ist die richtige Dosierung der Medikamente, was muss man kontrollieren – und die vielen Tipps zu Futter, Impfungen etc. Wir alle waren Betroffene, lernten und haben uns gegenseitig geholfen. So wichtig und entscheidend das Forum damals für mich war, wollte und will ich die erlangten Kenntnisse weitergeben.

In die Thematik der Mittelmeerkrankheiten habe ich mich umfassend eingearbeitet und im Laufe der Jahre unzählige Fallgeschichten verfolgt. Das Forum ist ja auch eine riesige Datenbank, komplettiert durch die Dokumentation der Behandlungsverläufe und ergänzt durch die Einstellung der Untersuchungsergebnisse.

Tizian ist mein Herzenshund geworden. Seine guten Jahre hat er zum großen Teil dem Wissen aus diesem Forum zu verdanken. Trotzdem durfte er nicht alt werden und ist leider 2008 an leishmaniosebedingter Niereninsuffizienz gestorben. Dass ich dem Forum treu geblieben bin und mich hier in der Beratungstätigkeit engagiere, ist quasi sein Vermächtnis. Drei spanische Hunde und sechs Katzen gehören derzeit zu meinem Haushalt.

Im Forum bin ich in erster Linie Ansprechpartnerin in den ursprünglichen Bereichen der Hundethemen, also bei den typischen Mittelmeererkrankungen.



Astrid (Astrid)

Bild "AstridFotoHP_kl.jpg"Meine Wegbereiterin zum Leishmaniose-Forum ist meine sardische Retriever-Mixhündin Jo, die in Sachen Südländerkrankheiten jede Menge Lehreinheiten für mich bereit gehalten hat. Anfang 2006 musste ich im Zeitraffer meinen Horizont um die Krankheiten Babesiose und Ehrlichiose erweitern, die mir zuvor schon ein Begriff gewesen waren, mich aber nun lehrten, wie wenig ich praktisch damit umzugehen wusste. Mit gebündelter Kraft konnten wir das Ruder gerade noch mal herumreißen, indem ich Jos schulmedizinische Behandlung auf meine Weise – als ausgebildete Tierheilpraktikerin – entsprechend unterstützte.

Erst als das Schlimmste überstanden war, führte mich meine Recherche schließlich zum Leishmaniose-Forum. Über meine weitere Freizeitgestaltung brauchte ich mir ab diesem Zeitpunkt keinerlei Gedanken mehr zu machen. Wohl aber über die Investition in eine neue, PC-taugliche Lesebrille. Tagelang kam ich mit dem Lesen nicht mehr nach, und mir eröffnete sich ein ungeahnter Pool an fundierten Informationen rund um die Südländererkrankungen. Den Hinweisen der Moderatoren im Forum folgend, stellte sich zu guter Letzt heraus, dass sich unser persönlicher „Jackpot“ noch um die Krankheit Leishmaniose erweiterte.

Mit all meinem neu erworbenen Wissen konnte ich nun konkret darangehen, das weitere Leben meines Hundes möglichst optimal zu gestalten. Im Laufe der Zeit stellte ich nicht nur fest, wie viele Menschen virtuell daran Anteil hatten – sondern vielmehr, wie viel weiterer Handlungsbedarf bestand. So war der Schritt vom Forumsteilnehmer zur Moderatorin für den Bereich Tierheilpraktik nur folgerichtig. Ich hoffe, mit meinen Beiträgen ein wenig von dem zurückgeben zu können, was wir selber damals an Unterstützung erfahren haben. Mittlerweile hat schon die nächste Generation PC-tauglicher Lesebrillen in unserem Haushalt Einzug gehalten ...



Christiane (Christiane)

Bild "ChristianeFotoHP_kl.jpg"Meine ersten Erfahrungen mit Leishmaniose stammen aus dem Jahr 1992, als sich unsere Leonberger-Hündin Ina in Portugal damit infizierte, wo wir damals in der Nähe von Castelo Branco lebten.

Obwohl die Krankheit dort heimisch ist, hat es zwei Jahre gedauert, um sie festzustellen – auch die portugiesischen Tierärzte wussten noch nicht viel über diese Infektion. Immerhin hat Ina noch vier Jahre gelebt und ist zwölf Jahre alt geworden.

Nachdem ich aus einem medizinischen Beruf komme und viele weitere Hunde mit ähnlichen Symptomen dort traf, hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Zusammen mit dem Amtstierarzt und dem Veterinärlabor der Landwirtschaftskammer hatte ich Gelegenheit, bei der Diagnostik und Therapie mitzuarbeiten.

Man darf sich dies nicht wie hierzulande vorstellen, wo labortechnisch nahezu Möglichkeiten wie in der Humanmedizin zur Verfügung stehen – bzw. gibt es sie natürlich, aber kein Besitzer kann sie bezahlen. Wir hatten Augen und Hände und ein Mikroskop, mit dem wir gefärbte Lymphknotenpunktate untersuchen konnten.

Das Punktat wurde ganz unkompliziert draußen auf der Labortreppe gewonnen, indem die Labortierärztin mit einer Spitze etwas Material aus einem Kniekehlen-Lymphknoten verdächtiger Hunde ansaugte und auf einem Objektträger ausstrich. Das dauerte nur ein paar Sekunden, tat nicht weh und klappte zuverlässig aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung.

Nach Anfärbung des Präparats mit einer Giemsa-Lösung konnte man die Leishmanien unter dem Mikroskop sehen.

Voraussetzung für den Nachweis war allerdings, dass die Leishmaniose gerade aktiv war, denn nur dann sind die Kniekehlen-Lymphknoten so weit geschwollen, dass man genügend Material ansaugen kann. War ein Hund akut krank, konnte sie deshalb schon bei der Punktion Anhaltspunkte erhalten, ob die Ursache wohl durch eine Leishmaniose bedingt war oder eher nicht.

Waren unter dem Mikroskop Leishmanien zu sehen, wurde mit Allopurinol-Tabletten und Glucantime-Spritzen behandelt. Vor allem Letztere können schwere Nebenwirkungen haben und so überlebten viele Hunde die Behandlung nicht.

Leider hatten wir keine weiteren diagnostischen Möglichkeiten, weder Titer noch Blutbilder oder chemische Laborwerte, so dass die Therapie nur nach augenscheinlichem Gesundheitszustand entschieden werden konnte.

Ende der 1990er Jahre kehrten wir wieder nach Deutschland zurück und dort traf ich in einem Internet-Chat den Biologen Torsten Naucke, der sich schon seit Jahren mit der Leishmaniose-Forschung beschäftigt hatte.

Er wusste sehr viel über die Krankheit und ihre Übertragungswege und war bereits von vielen verzweifelten Hundebesitzern um Hilfe gebeten worden. Langsam wuchsen ihm die Anfragen über den Kopf und so gründete ich im April 2001 die erste Leishmaniose-Mailingliste auf einem E-Groups-Server, als Selbsthilfegruppe für betroffene Hundebesitzer.

Schnell wuchs die Zahl der Benutzer und bald gingen an die 100 E-Mails pro Tag hin und her. Viele Benutzer blieben auch, nachdem es ihrem Hund wieder besser ging. So hatten wir Gelegenheit, befallene Hunde über lange Zeiträume im Auge zu behalten und viel Erfahrung zu sammeln.

Mit der Zeit gesellten sich auch Tierärzte zur Gruppe, erfreulicherweise auch aus Endemie-Ländern, wo sie täglich mit betroffenen Tieren zu tun hatten und ihre Erfahrungen beitragen konnten.

Wir lernten voneinander und stellten eigene Forschungen an, z. B. welche Laborwerte zu bestimmten Zeiten verändert waren, wobei mein persönliches Steckenpferd die Eiweißelektrophorese wurde. Wir lernten auch, dass häufig nicht die Leishmaniose das eigentliche Problem ist, sondern einige andere Infektionskrankheiten wie Ehrlichiose und Babesiose ebenso wichtig sind und das Vorliegen mehrerer gleichzeitiger Infektionen oft erst zu Problemen führt.

Schnell entstand die Idee, einen Verein unter Leitung von Torsten Naucke zu gründen und damit Mittel für eigene Forschungszwecke zu generieren. Anfang 2002 entstand so der Verein Parasitus Ex e. V., der heute ein eigenes Labor im Bonner Umfeld betreibt und Dissertationen und Diplomarbeiten zum Thema Reisekrankheiten unterstützt.

Währenddessen wuchs die Selbsthilfegruppe auf viele Hundert Teilnehmer und war als Mailingliste nicht mehr zu handhaben. So zogen wir im Mai 2004 in das erste Onlineforum um – zunächst gegen den Protest vieler Teilnehmer, die nicht auf ihre E-Mails verzichten wollten.  :)   Heute, zu Zeiten von Flatrates und mit mehreren Tausend Teilnehmern, kann sich dies niemand mehr vorstellen.

Anfangs wurde das Leishmaniose-Forum vom Verein Parasitus Ex e. V. weiter betrieben. Mit der Zeit stellte sich jedoch immer mehr heraus, dass unser Forumsziel, betroffenen Hundebesitzern zu helfen, nicht mit der Satzung des Vereins Parasitus Ex e. V. vereinbar war, die überwiegend auf Forschung ausgerichtet ist.

Aus diesem Grund entschlossen sich die Moderatoren des Forums im Jahr 2008, den Verein Leishmaniose-Forum e. V. zu gründen. Durch eigene, zweckgebundene Einnahmen sind nun Maßnahmen möglich, die den Betroffenen zugutekommen.

Nachdem ich für einige Jahre aus beruflichen Gründen kaum am Forumsleben teilnehmen konnte, bin ich inzwischen wieder häufiger hier. Es gibt neben dem Beantworten von Fragen im Forum noch viele weitere Aufgaben. Und so kümmere ich mich heute vorwiegend um Organisation, Datenschutz, die Forumstechnik und die Homepage.

Gerti (Schmusebacke)

Bild "GertiFotoHP_kl.jpg"Naddi, die von meiner Enkeltochter als Schmusebacke bzw. Backeschmuse bezeichnet wurde, kam Anfang 2006 zu uns und ich dann bald ins Leishmaniose-Forum. Naddi hatte Ehrlichiose und Babesiose (na ja, noch einiges mehr, wie sich später herausstellte).
Ich habe im LM-Forum viel gelernt und Hilfe bekommen, musste selber lernen, dass es durchaus sinnvoll ist, eine Behandlung beim Tierarzt zu hinterfragen und eigene Wünsche und Vorstellungen zu äußern. Außerdem habe ich mit und durch das Forum gelernt, meinem Bauchgefühl wieder zu vertrauen, im Zweifelsfall den Arzt zu wechseln und einfach für meine Hunde ein „mündiger Patient“ zu werden.

Naddi hat mir viele neue Wege gezeigt und mir ein völlig neues Verständnis und eine andere Sichtweise beigebracht. Durch sie habe ich unendlich viel gelernt, bin das erste Mal zu einer Tierheilpraktikerin gegangen, habe mich mit Frischfütterung beschäftigt und alles im Haus vorhandene Fertigfutter dem örtlichen Tierheim gespendet.

Da eine Reikianwendung (durch Astrid) Naddi sehr gut getan hat, habe ich mich auch da informiert und weitergebildet und besitze inzwischen den 2. Grad – das ist eine wunderbare Sache für Mensch und Tier. Eine Tierkommunikationssitzung hat uns bei den Problemen, die Naddi zu bewältigen hat, einen großen Schritt weitergebracht. Dieses Thema hat mich dann auch "gefangen genommen" und nachdem ich einige Bücher gelesen habe, war der nächste Schritt, hier ein Seminar zu besuchen. Ich habe mir Grundkenntnisse (Fernkurs) in Homöopathie angeeignet. Dies alles hilft mir und meinen Hunden. Bei vielen kleinen Zipperlein müssen wir nicht gleich zum Tierarzt, sondern schauen erst mal, was wir selber regeln können.

Inzwischen wohnen vier Hunde bei uns – jeder ein Individuum, jeder eine Herausforderung, aber zusammen ein sehr harmonisches Team. Sie werden von mir als Partner respektiert und unser Zusammenleben ist sehr interessant und abwechslungsreich.

Dem Leishmaniose-Forum e. V.  bin ich kurz nach der Gründung – Anfang 2009 – beigetreten, weil es für mich einfach selbstverständlich ist, nicht nur Hilfe zu bekommen, sondern auch meinen Teil beizutragen.

Sehr überrascht war ich, als die Frage an mich gestellt wurde, ob ich die Moderation der Plauderecke unterstützen möchte. In einer solchen Rolle hatte ich mich bisher nicht gesehen, freue mich aber über das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Nun habe ich wieder etwas Neues zu lernen und tue dies sehr gerne.



Ingrid (Ingrid)

Bild "IngridFotoHP_kl.jpg""Du bist, was du isst"
Dass dies auch für Hunde gilt, habe ich vor über 20 Jahren durch meinen ersten Hund Felix erfahren. Felix wurde im Alter von zwei Jahren sehr krank, ein Tierarzt machte mich darauf aufmerksam, dass auch seine Ernährung mit Fertigfutterdosen der Grund für seinen Zustand sein kann.

Das war damals der Anlass, mich über Hundeernährung in Büchern und Fachliteratur, die ich vom Tierarzt ausgeliehen hatte, zu informieren. Daraufhin kochte ich für Felix selber und nach einem halben Jahr war seine Gesundheit tipptopp.

Diese Erfahrung hat mir Mut gemacht, mich selbstständig zu machen mit einem Fachgeschäft für hochwertige Hundenahrung. Besonders am Herzen liegt mir, meine Kunden auch bei schwierigen gesundheitlichen Problemen ihrer Vierbeiner individuell zu beraten. Meine Berufsausbildung zur zahnmedizinischen Fachhelferin war mir eine große Hilfe, mich leichter in das Gebiet Ernährung für kranke Hunde einzuarbeiten und weiterzubilden.

Im Jahr 1998 kam dann meine nächste Lernaufgabe zu mir, mein Hund Willy erkrankte an Leishmaniose. Ich suchte im Internet Informationen über diese Erkrankung und fand Christiane, die eine Selbsthilfegruppe gegründet hatte. Ich bekam kompetente Hilfe in Diagnostik und Behandlung meines Hundes Willy und ich bin überzeugt, dass diese Hilfe meinem Willy glückliche zwölf Jahre beschert hat.

Aus dieser Selbsthilfegruppe ist das heutige Forum entstanden und es ist für mich eine besondere Freude und Ehre, die Hilfe die ich damals bekam, weiterzugeben als Moderatorin für den Bereich Ernährung.


Marion (Marion/Grappa)

Bild "Marion FotoHP_kl.jpg"Ende 2009 lernte ich auf der Suche nach "meinem" Hund Grappa kennen. Sie war von Tierschützern aus einem sardischen Tierheim geholt und nach Deutschland in eine Pflegestelle gebracht worden. Obwohl Grappa mich tunlichst ignorierte und sich ständig vor mir versteckte, war mir ziemlich schnell klar: DIE ist es. Grappa hatte zu dem Zeitpunkt sowohl eine Ehrlichiosebehandlung hinter sich als auch ein positives Leishmaniosetestergebnis.

Nachdem ich mich bezüglich der – mir bis dahin völlig unbekannten – Leishmaniose bei zwei Tierärzten in meiner näheren Umgebung informiert und erstmals im Forum gestöbert hatte, kam Grappa im Januar 2010 zu mir. Schnell wurde mir klar, dass die Mittelmeerkrankheiten, insbesondere die Leishmaniose, ein sehr komplexes Themengebiet sind. Darauf folgte die Anmeldung im Leishmaniose-Forum, etwas später auch der Beitritt zum Verein. Mit Unterstützung des Forums konnte ich bei Grappa zur Allopurinol-Schaukelgabe übergehen und anschließend das Medikament ganz absetzen.

In der Folge sind noch zwei weitere Hunde aus Sardinien bei mir eingezogen, beide bisher erfreulicherweise gesund. Hier im und ums Haus leben noch vier Katzen im Alter von fünf bis 15 Jahren (eine davon ebenfalls aus Sardinien).

Bald wurde das Forum zu einem Teil meines täglichen Lebens; allmählich versuchte ich – in den Bereichen, in denen ich mir Wissen angeeignet hatte – neuen Fories zur Seite zu stehen und Erfahrungen weiterzugeben.

Als ich im Zusammenhang mit einer Umstrukturierung des Forums gefragt wurde, ob ich zusammen mit Gerti die Moderation der Plauderecke übernehmen wolle, habe ich mich dieser Aufgabe gerne gestellt. Wenn ich durch mein Engagement unsere Fachfrauen entlasten und ihnen ein wenig den Rücken freihalten kann, ist mehr Kapazität für das wichtigste und zentrale Anliegen dieses Forums frei: die Betreuung und Unterstützung kranker Hunde und deren Besitzer.


Renate (renny11111)

Bild "RenateFotoHP_kl.jpg"Ich bin eines der Urgesteine des Forums. 2003 erkrankte meine Hündin Niki an Leishmaniose. Bis dato hatte ich noch nie etwas von Mittelmeerkrankheiten gehört, geschweige denn etwas darüber gelesen. Da ich mich aber nach der Diagnose auf die Aussagen der Tierärzte alleine nicht verlassen wollte, musste ich eine Quelle finden, die mich in meinen "Forschungen" weiterbrachte. Die Literatur in Form von echten Büchern lieferte nur sehr dürftige Ergebnisse, die mich keinesfalls zufrieden stellten.

Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich zwar schon im Besitz eines Laptop, dieser führte jedoch ein eher bedauernswertes Schattendasein, da Frau von dessen Nutzen nicht wirklich überzeugt war. Wofür braucht Frau schließlich so ein Teufelsding! Aber nun wagte ich notgedrungen todesmutig den großen Sprung in die große weite Welt des Netzes.

Und dies war der Beginn einer großartigen Freundschaft zwischen meinem Laptop und mir und wir wuchsen zu einem guten Team zusammen. Von Stund´ an gehörten Freizeit und Langeweile der Vergangenheit an. Auf meinem neuen Weg gelangte ich schließlich auch in die damals noch bestehende Yahoo-Group und nachdem ich all meinen Mut zusammengefasst hatte, meldete ich mich dort auch an und traf auf viele Leidensgenossen. Ich lernte vieles über Leishmaniose und Co, traf auf nicht geahnte Herzenswärme, Hilfsbereitschaft und Anteilnahme von mir unbekannten Personen. Dies alles war absolutes Neuland für mich und ich fühlte mich endlich gut aufgehoben und nicht mehr alleine, wir saßen alle in einem Boot. Auch meine Tierärzte waren dankbar über all meine Recherchen aus dem Netz und besonders für die Informationen, die ich aus dem Forum bekam, da die Krankheiten damals bei uns noch recht unbekannt waren.

Durch meine, allerdings schon lange zurückliegende, Ausbildung und berufliche Tätigkeit als MTA und OP-Schwester waren mir auch Laborwerte und viele medizinische Fachbegriffe nicht ganz fremd und noch weitestgehend abrufbar.

Niki ist Ende 2004 leider an den Folgen der LM verstorben, das Thema hielt mich aber weiterhin gefesselt, und so bin ich noch immer hier und versuche die Arbeit des Vereins und des Forums weiterhin zu unterstützen. Ich kümmere mich u.a. auch um die Erstellung der Befunde-Themen und deren Aktualisierung.


Silke (Margie)

Bild "SilkeFotoHP_kl.jpg"Ausschlaggebend für meine Anmeldung beim Leishmaniose-Forum war meine kanarische Hündin Maggie. Bei ihr wurde im Alter von zwei Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, doch trotz guter medikamentöser Einstellung blieb sie kränklich und schlapp, so dass ich mich entschied, das Thema Mittelmeerkrankheiten noch einmal anzugehen.

Da ich mich inzwischen gut in das Thema der Schilddrüsenunterfunktion eingearbeitet hatte, fielen mir bei meinen Recherchen zu MMKs und bei dem fachlichen Austausch im Leishmaniose-Forum viele Hunde mit niedrigen Schilddrüsenwerten auf. Bei einigen der Hunde waren sich Besitzer und Tierärzte unsicher, ob mit Thyroxin behandelt werden sollte oder nicht. Denn gerade bei zusätzlich vorliegenden Krankheiten, wie z.B. Infektionskrankheiten, kann es schwierig sein zu unterscheiden, ob zusätzlich zur Grunderkrankung eine primäre Schilddrüsenunterfunktion vorliegt oder ob die niedrigen Schilddrüsenwerte bei an sich gesunder Schilddrüse durch die Grunderkrankung verursacht werden.

Als promovierte Biologin fällt es mir leicht, mich in der komplexen Welt der Hormone zurechtzufinden und das angeeignete Wissen weiterzugeben. Im Forum bin ich deshalb Ansprechpartnerin für Schilddrüsenerkrankungen, für deren möglichst eindeutige Diagnostik und für Informationen rund um die Schilddrüse.


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