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Hepatozoonose


Der Erreger, Hepatozoon canis, gelangt durch orale Aufnahme, Verschlucken oder Zerbeißen der Braunen Hundezecke, in den Körper des Hundes. Die Infektion kann überall dort erworben werden, wo die Braune Hundezecke vorkommt, also in allen Mittelmeerländern. Eingeschleppt in nördlichere Regionen kann sie sich unter günstigen kleinklimatischen Bedingungen (geschlossene warme Räume) auch in Mitteleuropa ganzjährig halten.

Die Hepatozoonose ist noch wenig erforscht. Viel spricht dafür, dass das Vorliegen einer Koinfektion wie Babesiose, Ehrlichiose, Leishmaniose oder eine Immunsuppression erst zu einem manifesten Krankheitsverlauf führt. Dabei sind die Symptome unspezifisch und reichen von reduziertem Allgemeinbefinden über Berührungsempfindlichkeit bis zu Muskelschwund und eitrigem Augen- und Nasenausfluss.

Eine ursächliche Therapie ist nicht bekannt. Es kommen Antiprotozoika, meist in Kombination mit Antibiotika, zum Einsatz und zielen auf Linderung der Symptome. Eine Erregerelimination findet nicht statt.