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Filariosen



Filariosen werden durch die Gattung Filaria (Fadenwürmer) ausgelöste Erkrankungen genannt. Es gibt in Europa fünf verschiedene Filarienarten beim Hund, darunter zwei der Gattung Dirofilaria, nämlich Dirofilaria immitis, den Herzwurm, und Dirofilaria repens, den Hautwurm.

Filarien kommen in Südeuropa, in vielen osteuropäischen Ländern, in Österreich, der Schweiz sowie in Süddeutschland vor. Die Gefahr der Weiterverbreitung importierter Filariosen ist groß, da als Überträger je nach Art verschiedene Stechmückenarten, Flöhe, evtl. Läuse und Lausfliegen infrage kommen.

Um einen Filarienbefall beim Hund festzustellen, ist eine gute Labordiagnostik notwendig, die sich nicht auf Dirofilaria immitis beschränken darf. Zwar ist der Herzwurm die am stärksten pathogene Art beim Hund, aber auch der Hautwurm sowie die Filarienart Acanthocheilonema reconditum können Symptome verursachen; Dirofilaria repens befällt darüber hinaus auch den Menschen.

Chronischer Husten, Atemnot, Konditionsschwäche und Abmagerung können eine Herzwurminfektion anzeigen, die sich bei massivem Vorliegen adulter Würmer auch im Ultraschall darstellt. Zu Beginn der Infektion fehlen klinische Anzeichen häufig gänzlich. Der Hautwurm, Dirofilaria repens, kann unter der Haut liegende Knoten bilden und wie Acanthocheilonema reconditum zu Juckreiz führen.

Die jeweilige Behandlung muss sehr individuell auf den Hund und die Schwere des Befalls abgestimmt werden. Es gibt in der Filarienbehandlung auch immer wieder neue Erkenntnisse und Ansätze, die berücksichtigt werden sollten.